„Es war einmal …“ – so beginnen Märchen. Das gilt jedoch nicht für das Folgende: „Es war einmal einer der schönsten Arbeitsplätze Hamburgs.“ Damals, als die Physiker und Astronomen der Universität Hamburg mit den Teleskopen und dem Refraktor den Sternenhimmel erkundeten und wissenschaftliche Entdeckungen machten, lebten und arbeiteten sie auf dem wunderschönen Gelände der Sternwarte Bergedorf, denn dort war es dunkel genug, um den Sternenhimmel zu beobachten.

Bei unserem Besuch erfuhren wir von Sebastian Kohl, der uns über das Gelände der Sternwarte in Bergedorf führte und uns in verständlicher Weise die Gerätschaften erklärte, dass die rund 100 wissenschaftlichen Mitarbeiter fast nur noch vom Schreibtisch aus arbeiten. Es gibt nur wenige Teleskope weltweit, die zur Beobachtung genutzt werden können. Sie stehen wegen der erforderlichen Dunkelheit zur Sternenbeobachtung in verschiedenen Wüsten der Erde und werden weltweit nur noch von wenigen Stationen aus gesteuert. Dort können die Wissenschaftler Anträge für gewünschte Beobachtungen stellen. Die Ergebnisse werden dann am Computer ausgewertet und analysiert. Die Refraktoren der Sternwarte Bergedorf haben somit nahezu ausschließlich einen musealen Zweck und stehen dem Publikum zu besonderen Anlässen und für einfachere Sternenbeobachtungen zur Verfügung.

Beeindruckend war auch die Bibliothek – nicht nur wegen ihrer vielen Bücher, sondern auch wegen ihrer schönen Architektur. Sie besitzt sogar fünf frühe Drucke aus dem 15. Jahrhundert. Irgendwie romantisch war es auf diesem großen, parkähnlichen Gelände. Die Refraktoren zu betreten, weckte bei so manchem Besucher die Lust auf mehr. Außerdem waren die interessante Bauweise der Gebäude und die Technik der Geräte zu bewundern.

Im Café „Raum & Zeit“ wurden wir mit Kaffee und Kuchen verwöhnt – das darf natürlich bei einem so anschaulichen Ausflug nicht fehlen. Wir waren uns einig, dieser Besuch war die „Reise“ nach Bergedorf allemal wert.

 

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