Qualitative Freianlagen genießen gerade in innerstädtischen Wohngebieten einen hohen Stellenwert. Bei der Planung der Außenanlagen unserer Wohnquartiere ist es uns wichtig, auf die Bedürfnisse der Anwohnerinnen und Anwohner einzugehen und für die dauerhafte Pflege zu sorgen. Darüber hinaus ist es uns ein Herzensanliegen, auch die in der Stadt lebenden Tiere zu berücksichtigen.

Eine Forschungsgruppe der Universität Kassel (Fachgebiet Freiraumplanung) und der Technischen Universität München (Lehrstuhl für terrestrische Ökologie) hat dazu eine Planungsmethode entwickelt, die helfen soll, die Bedürfnisse von Wildtieren besser in die städtebauliche und landschaftsarchitektonische Objektplanung zu integrieren: das Animal-Aided Design (AAD).

Ziel ist es, eine stabile Population von am Zielort lebenden Tierarten aufzubauen oder bei Arten, deren Populationen größere Räume als den Planungsraum bewohnen, einenwesentlichen Beitrag zur Populationsstabilisierung zu leisten. Konkret bedeutet dies, dass im Wohnumfeld erwünschte Zielarten wie Igel, Singvögel und Schmetterlinge bereits zu Beginn der Planung von Neubauten benannt werden, sodass deren Ansprüche in die Hochbau- und Freiraumplanung mit einbezogen werden können.

Wir stehen mit der Forschungsgruppe hinsichtlich zweier Projekte in Kontakt:

1. Beteiligung am Forschungsprojekt „Animal-Aided Design (AAD) – Einbeziehung von Tierbedürfnissen in die Planung und Gestaltung von Freiräumen“

In dem Forschungsprojekt wird die Methode AAD im Hinblick auf konkrete Abläufe der städtebaulichen, architektonischen und landschaftsarchitektonischen Objektplanung weiterentwickelt. Im Fokus stehen die gebäudebezogenen Freiflächen im Wohnungsbau und im Wohnumfeld. Das Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördert.

Von diesen 30 Vorhaben hat die Forschungsgruppe mittlerweile 10 Projekte deutschlandweit ausgewählt. Die Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG hatte der Forschungsgruppe drei Wohngebiete als potenzielle Modellvorhaben benannt: die „Stellinger Linse“, unseren geplanten Neubau in Barmbek-Nord und die Wohnanlage Lüttmelland. Letztere wurde als eines der 10 Modellprojekte ausgewählt. Es werden nun von der Projektgruppe Verbesserungspotenziale und Umsetzungsmöglichkeiten des AAD erarbeitet. Die Ergebnisse werden Anfang 2019 vorgestellt.

2. Kooperation bei Neubauvorhaben
Gerne nehmen wir das planerische und biologische Know-how der Forschungsgruppe zum Thema Biodiversität und Artenschutz auf und lassen es in unsere architektonische und landschaftsarchitektonische Objektplanung sowie Planung der gebäudebezogenen Freiflächen einfließen. Die Forschungsgruppe hat sich bereit erklärt, im Rahmen zukünftiger Neubauvorhaben und umfangreicher Sanierungen die Möglichkeiten der Anwendung von AAD auf Basis der vorhandenen Planungen mit uns zu diskutieren und gemeinsam mögliche Umsetzungen zu entwickeln. Konkret wird dies im Neubauprojekt in Barmbek-Nord der Fall sein.

 

Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG

Försterweg 46
22525 Hamburg
Tel.: 040 540 006-0
Fax: 040 540 006-30
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