Smartphone mit Darstellung des Stromverbrauchs
Sonne und Verbrauch im Blick | Fotos: privat

Sonnenschein in Hamburg bedeutet für Jennifer R. auf jeden Fall Grund zur Freude. Seit einigen ­Monaten kommt ein Teil ihres Stroms direkt vom Dach des Hauses im Grenzacker. Im Zuge von Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen baut die Hamburger Wohnen seit mehreren Jahren die Photovoltaik aus. Seit Frühjahr 2026 profitieren auch unsere Mitglieder im Grenzacker (WIE 44) vom PV-Modell. Ein Teil der erzeugten Energie wird für den allgemeinen Strombedarf der Gebäude genutzt. Die überwiegende Zahl der Module wird an die Mitglieder verpachtet. 

Je nach Wohnungsgröße können sie zwei oder drei Solarmodule (für 12 bzw. 17 Euro monatlich) pachten und den erzeugten Strom direkt für ihren Haushalt nutzen. Die Genossenschaft und der Dienstleister TH Solar übernehmen die technische und organisatorische Umsetzung – von den Verträgen mit den Stromversorgern über die Verlegung der Kabel bis zur Aufschaltung in die Wohnungen. Nicht verbrauchte Energie wird in das Netz eingespeist. Auch an anderen Standorten wird die Photovoltaik weiter ausgebaut. In Steilshoop werden im Zuge der energe­tischen Modernisierung mehr als 200 Module installiert. So profitieren immer mehr Mitglieder von lokal erzeugter, klimafreundlicher Energie direkt auf ihrem Zähler.

Was drei Solarmodule leisten
In der ersten Jahreshälfte haben die PV-Module der Familie mehr als 550 Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt.
Zum Vergleich: Ein mittelgroßer Kühlschrank verbraucht jährlich rund 100 kWh. 550 kWh entsprechen etwa 800 Waschmaschinen- oder ­Geschirrspülgängen.


Interview mit Jennifer R., Mitglied der Hamburger Wohnen 

Was hat Sie und Ihre Familie überzeugt, beim Mitglieder-PV-Modell mitzumachen?
Mir geht es vor allem darum, nachhaltigen Strom zu nutzen. Und wenn der Strom dann auch noch direkt vom eigenen Dach kommt, umso besser! Viele reden davon, dass wir mehr für nachhaltige Energie tun müssen – aber wir müssen auch selbst etwas dafür tun. Deshalb musste ich nicht lange überlegen. Da habe ich gleich gesagt: Das machen wir!

Gibt es etwas, das Sie überrascht hat?
Wie einfach alles funktioniert. Ich musste eigentlich nur unterschreiben. Um alles andere haben sich die Hamburger Wohnen und TH Solar gekümmert. Das finde ich richtig klasse. Und wenn die Sonne mal nicht scheint, springt automatisch der Stromversorger ein. Darüber muss ich mir überhaupt keine Gedanken machen.

Hat sich dadurch auch Ihr Nutzungsverhalten verändert?
Ja. Ich nutze den Strom bewusster. Manches kann ich ja nicht beeinflussen – den Kühlschrank zum Beispiel. Der läuft natürlich den ganzen Tag. Sonst versuche ich mich auch nach der Sonne zu richten. Wenn sie scheint, lasse ich auch mal eine Waschmaschine mehr laufen oder schalte den Geschirrspüler bewusst an, anstatt in den Abendstunden.

Was würden Sie anderen Mitgliedern sagen, die noch überlegen?
Machen! Das ist eine gute Sache. Solaranlagen gehören meiner ­Meinung nach eigentlich auf jedes Dach.

 

Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG

Försterweg 46
22525 Hamburg
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