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Betriebskosten – Änderungen in 2011

Verschiedene öffentliche Gebühren sind zu diesem Jahr angehoben worden. Dies ist immer wieder ärgerlich, weil wir diese Kosten an sich nicht beeinflussen können. Ein Ansatzpunkt besteht für uns nur bei den Abgaben, die verbrauchsabhängig erhoben werden, weil die Höhe des Verbrauchs die endgültigen Gesamtkosten bestimmt. Für die folgenden Gebührenerhöhungen bedeutet sparsamer Gebrauch eine Abfederung der Kosten:

Zum 1. Januar 2011 hat Hamburg Wasser den Preis für einen Kubikmeter Trinkwasser von 1,57 auf 1,67 Euro inkl. MwSt erhöht. Die Grundpreise für die Wasserzähler steigen um durchschnittlich 4,1 Prozent. Eine weitere Anhebung in Höhe von  2 %  ist für 2012 mit beschlossen worden. Die Sielbenutzungsgebühr steigt auf 2,75 Euro je Kubikmeter Abwasser.

Schonender Umgang mit dem Gut Trinkwasser wirkt sich künftig noch stärker auf den Geldbeutel aus! Eine neue Trinkwasserverordnung sieht eine jährliche Prüfung der Trinkwasserversorgung auf die Bakteriengattung Legionellen vor. Diese Verordnung soll voraussichtlich zur zweiten Jahreshälfte in Kraft treten, auch wenn bisher keine Erkenntnisse vorliegen, inwieweit Infektionen aus Wohngebäuden herrühren. Trotzdem gehören diese Prüfkosten zu den Betriebskosten und werden in künftige Abrechnungen einfließen.

Mit einer neuen Verordnung im Rahmen der öffentlichen Abfallentsorgung wird die getrennte Erfassung von Altpapier, Bioabfall und stoffgleichen Nichtverpackungen zur Verbesserung der Wertstofferfassung geregelt. Nach der Altpapier-sammlung soll nun auch flächendeckend die Bioabfalltonne gestellt werden. Damit steigen aber auch die Gebühren für die Müllentsorgung: Die Grundgebühr je Haushalt steigt von monatlich 6,15 auf 6,56 Euro, die Entsorgungsgebühren für Restmüll erhöhen sich um rund 3,8 %. Im Gegenzug werden die Kosten für die Bioabfallbehälter gesenkt. Wir werden nun prüfen müssen, an welchen Standplätzen das Aufstellen von Bioabfallbehältern möglich ist.

Mit der Einführung des Standplatzmanagements durch die Stadtreinigungsgesellschaft und der teilweisen Reduzierung des Restmüllvolumens haben wir im vergangenen Jahr damit schon einer noch stärkeren Belastung durch steigende Müllbeseitigungsgebühren entgegengewirkt. Außerdem wird es immer deutlicher: Durch Ihren umsichtigen Umgang mit dem Müll haben Sie direkten Einfluss auf die Höhe der Betriebskosten.

Der Senat hat beschlossen, für 2012 eine getrennte Sielbenutzungsgebühr für Schmutz- und Niederschlagswasser einzuführen. Bislang wurde die Menge des verbrauchten Trinkwassers für die Sielbenutzungsgebühr herangezogen, in der ein Anteil für Niederschlagswasser enthalten ist. Künftig soll für das Niederschlagwasser eine separate Gebühr je m² versiegelter – also bebauter oder überbauter Fläche je Grundstück – erhoben werden, von der das Niederschlagswasser ins Siel geleitet wird. Die Gebühr für Schmutzwasser soll dann reduziert werden. Laut Hamburg Wasser werden durch das Gebührensplitting keine Mehreinnahmen erzielt – sie werden aber verursachergerechter erhoben.

Letztlich ist durch den steigenden Ölpreis auch für 2011 mit weiteren Erhöhungen des Gaspreises und der Fernwärmekosten zu rechnen. Richtiges Heizen und Lüften (z. B. keine Dauerlüftung durch gekippte Fenster oder das Vermeiden von Auskühlung der Wohnung bei Abwesenheit) spart Energie und schont nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel !

 
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